Unabhängiges Informationsangebot. Dies ist keine offizielle Seite der Partei CDU und steht in keiner Verbindung zu ihr. Positionen geben wir ausschließlich nach den Programmen der Partei wieder; Quellen: siehe Quellenverzeichnis.

CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands

Die CDU ist die aktuell stärkste Partei im Deutschen Bundestag und stellt mit Friedrich Merz den Bundeskanzler. Dieses Profil stellt die Partei nach unserem einheitlichen, neutralen Muster vor: Steckbrief, Geschichte, Positionen laut Programm, Organisation, Wahlergebnisse und Finanzierung – mit Quellen und Stand-Datum.

Definition: Die CDU (Christlich Demokratische Union Deutschlands) ist eine 1945 gegründete Partei, die sich laut ihrem Grundsatzprogramm 2024 als Volkspartei der Mitte auf Grundlage des christlichen Menschenbildes versteht. Sie ist derzeit im Bundestag, im Europäischen Parlament und in allen Landtagen außerhalb Bayerns vertreten.

Steckbrief

CDU im Überblick (Stand: Juli 2026)
Gründung1945 (regionale Gründungen), 1950 Zusammenschluss zur Bundespartei
VorsitzFriedrich Merz (seit Januar 2022, wiedergewählt Februar 2026); Generalsekretär: Carsten Linnemann
Mitglieder356.769 (31.12.2025; Parteiangaben laut Presseberichten)
Bundestag164 von 630 Sitzen (Wahl 2025); gemeinsame Fraktion mit der CSU
Regierungsbeteiligungführt die Bundesregierung (Koalition mit SPD, seit Mai 2025); Regierungsbeteiligungen in mehreren Ländern
Europäisches Parlamentvertreten; Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP)
JugendorganisationJunge Union (gemeinsam mit der CSU)
Selbstbeschreibunglaut Grundsatzprogramm 2024: Volkspartei der Mitte auf Basis des christlichen Menschenbildes

Geschichte

Zeitleiste der CDU von 1945 bis heute Zeitstrahl mit sechs Stationen: 1945 regionale Gründungen, 1950 Bundespartei unter Konrad Adenauer, 1982 Beginn der Ära Helmut Kohl mit der Wiedervereinigung 1990, 2000 Angela Merkel wird Vorsitzende und 2005 Bundeskanzlerin, 2022 Friedrich Merz wird Vorsitzender, 2025 Rückkehr in die Regierung mit Kanzler Merz. 1945 regionaleGründungen 1950 Bundespartei,Adenauer Vorsitz 1982–98 Ära Kohl, 1990Wiedervereinigung 2000/05 Merkel Vorsitz,ab 2005 Kanzlerin 2022 Merz wirdVorsitzender 2025 Kanzler Merz,Regierung
Stationen der CDU-Geschichte von der Gründung 1945 bis zur Regierungsübernahme 2025.

Die CDU entstand 1945 aus regionalen Gründungen als überkonfessionelle Sammlungspartei von Katholiken und Protestanten; 1950 schlossen sich die Landesverbände unter Konrad Adenauer zur Bundespartei zusammen. Die Partei stellte mit Adenauer, Ludwig Erhard und Kurt Georg Kiesinger die ersten Bundeskanzler und prägte die Soziale Marktwirtschaft und die Westbindung. Unter Helmut Kohl (Kanzler 1982–1998) fiel die Wiedervereinigung 1990. Angela Merkel führte die Partei ab 2000 und war von 2005 bis 2021 Bundeskanzlerin. Nach der Wahlniederlage 2021 und dem Gang in die Opposition wählte die CDU 2022 Friedrich Merz zum Vorsitzenden; 2024 gab sie sich ein neues Grundsatzprogramm. Mit der Bundestagswahl 2025 kehrte sie als stärkste Kraft in die Regierung zurück.

Positionen laut Programm

Grundlage dieses Abschnitts sind das gemeinsame Wahlprogramm von CDU und CSU zur Bundestagswahl 2025 („Politikwechsel für Deutschland“) und das CDU-Grundsatzprogramm 2024. Alle Angaben geben die Programmaussagen wieder, nicht die Bewertung dieses Portals.

Wirtschaft & Steuern

Laut Wahlprogramm 2025 will die Partei die Einkommensteuer für kleine und mittlere Einkommen senken, den Solidaritätszuschlag vollständig abschaffen und die Unternehmenssteuerlast auf höchstens 25 Prozent begrenzen. Bürokratie soll deutlich abgebaut, Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen beschleunigt werden.

Soziales & Rente

Das Bürgergeld will die Partei laut Programm durch eine „Neue Grundsicherung“ mit stärkeren Mitwirkungspflichten ersetzen. Mit einer „Aktivrente“ sollen Menschen im Rentenalter einen Teil ihres Hinzuverdienstes steuerfrei behalten können; an der Rente mit 63 ohne Abschläge übt das Programm Kritik.

Migration & Integration

Laut Wahlprogramm fordert die Partei eine Begrenzung der irregulären Migration, Zurückweisungen an den deutschen Grenzen, mehr Rückführungen sowie Asylverfahren in Drittstaaten. Zugleich spricht sich das Programm für gesteuerte Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus.

Klima & Energie

Am Ziel der Klimaneutralität 2045 hält das Programm fest, setzt dabei aber auf Technologieoffenheit: CO2-Bepreisung als Leitinstrument, Ausbau erneuerbarer Energien und Netze, Forschung an Kernfusion und die Prüfung einer Option auf Kernkraft. Das Gebäudeenergiegesetz („Heizungsgesetz“) der Vorgängerregierung will die Partei laut Programm abschaffen.

Außen & Sicherheit

Das Programm bekennt sich zur NATO, zur transatlantischen Partnerschaft und zur fortgesetzten Unterstützung der Ukraine. Die Bundeswehr soll deutlich gestärkt werden; die Partei spricht sich für eine schrittweise Rückkehr zu verpflichtenden Elementen des Wehrdienstes aus.

Digitales & Bildung

Laut Programm sollen Verwaltung und Staat konsequent digitalisiert und die Digitalpolitik gebündelt werden – ein eigenes Digitalministerium wurde 2025 eingerichtet. In der Bildung betont das Programm das Leistungsprinzip und die Stärkung der MINT-Fächer; Bildung bleibt dabei Ländersache.

Europa

Die Partei bekennt sich laut Programm zur europäischen Integration und will die EU wettbewerbsfähiger machen, Bürokratie auf EU-Ebene abbauen und die Außengrenzen durch einen Ausbau von Frontex besser schützen. Sie ist Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP).

Organisation & Struktur

Die CDU gliedert sich in Landes-, Kreis- und Ortsverbände; in Bayern tritt sie nicht an – dort ist die CSU aktiv, mit der sie im Bundestag eine gemeinsame Fraktion bildet. Oberstes Organ ist der Bundesparteitag mit 1001 Delegierten, der Vorsitz, Präsidium und Bundesvorstand wählt. Zur Partei gehören Vereinigungen wie die Junge Union (gemeinsame Jugendorganisation mit der CSU), die Frauen Union, die Mittelstands- und Wirtschaftsunion und der Arbeitnehmerflügel CDA. Der Partei nahe steht die Konrad-Adenauer-Stiftung. Bei der Vorsitzwahl 2021/22 befragte die CDU erstmals vor dem Parteitag ihre gesamte Mitgliedschaft – aus dieser Mitgliederbefragung ging Friedrich Merz als klarer Sieger hervor.

Wahlergebnisse

Zweitstimmenanteile der CDU bei Bundestagswahlen (ohne CSU; Quelle: Bundeswahlleiterin)
JahrZweitstimmenErgebnis
201334,1 %Regierung (Große Koalition mit SPD)
201726,8 %Regierung (Große Koalition mit SPD)
202118,9 %Opposition
202522,6 %Regierung (Koalition mit SPD, Kanzler Merz)

Finanzierung

Wie alle Parteien finanziert sich die CDU aus Mitgliedsbeiträgen, Mandatsträgerbeiträgen, Spenden und staatlicher Parteienfinanzierung; als eine der mitgliederstärksten Parteien gehört sie zu den größten Empfängern der jährlich von der Bundestagsverwaltung festgesetzten staatlichen Mittel. Die Details veröffentlicht die Partei im gesetzlich vorgeschriebenen Rechenschaftsbericht (Bundestagsdrucksachen).

Aktuelle Rolle & behördliche Einordnung

Aktuelle Rolle: Die CDU führt seit dem 6. Mai 2025 die Bundesregierung in einer Koalition mit der SPD; Parteivorsitzender Friedrich Merz ist Bundeskanzler. Im Bundestag stellt die Union die größte Fraktion; in den Ländern ist die CDU an mehreren Landesregierungen beteiligt (Stand: Juli 2026).

Behördliche Einordnung: Keine Einstufung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz (Stand: Juli 2026).

Häufige Fragen

Was ist die CDU?

Die Christlich Demokratische Union Deutschlands ist eine 1945 gegründete Partei, die sich laut ihrem Grundsatzprogramm als Volkspartei der Mitte auf Basis des christlichen Menschenbildes versteht. Sie ist aktuell die stärkste Partei im Bundestag und führt die Bundesregierung.

Was will die CDU?

Laut Wahlprogramm 2025 will die Partei unter anderem Steuern für Bürger und Unternehmen senken, Bürokratie abbauen, die irreguläre Migration begrenzen, die Bundeswehr stärken und am Klimaziel 2045 technologieoffen festhalten. Details stehen im Abschnitt Positionen.

Wer ist Vorsitzender der CDU?

Friedrich Merz, seit Januar 2022. Auf dem 38. Parteitag im Februar 2026 in Stuttgart wurde er im Amt bestätigt; Generalsekretär ist Carsten Linnemann (Stand: Juli 2026).

Wie viele Mitglieder hat die CDU?

Zum 31. Dezember 2025 hatte die CDU nach übereinstimmenden Presseberichten auf Basis von Parteiangaben 356.769 Mitglieder – nach 364.202 Ende 2024.

Wie schnitt die CDU bei der Bundestagswahl 2025 ab?

Die CDU erhielt 22,6 Prozent der Zweitstimmen und 164 Sitze; zusammen mit der CSU (6,0 Prozent, 44 Sitze) wurde die Union stärkste Kraft und bildet seit Mai 2025 mit der SPD die Bundesregierung.

Was ist der Unterschied zwischen CDU und CSU?

Es sind zwei eigenständige Parteien: Die CSU tritt nur in Bayern an, die CDU in den übrigen 15 Ländern. Im Bundestag bilden sie traditionell eine gemeinsame Fraktion (Union).

Wofür steht die Abkürzung CDU?

Für Christlich Demokratische Union Deutschlands.

Wird die CDU vom Verfassungsschutz beobachtet?

Nein. Es liegt keine Einstufung der CDU durch das Bundesamt für Verfassungsschutz vor (Stand: Juli 2026).

Quellen